Waldorfkindergarten Refrath
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SEPTEMBER 2010 :: Herbstfest

Da dieses Jahr die Sommerferien so spät waren, entschieden wir uns, statt des Sommerfestes ein Herbstfest zu feiern.
Die Vorbereitungen im Garten am Tag vorher fanden im strömenden Regen statt, trotzdem waren viele Eltern da, die in Gummistiefeln und Regenjacken tapfer Unkraut jäteten und alles fürs Fest richteten.
Die Strohballen, auf denen wir beim Herbstkränze basteln sitzen wollten, bauten wir allerdings in der Halle auf, denn nasses Stroh ist keine gute Sitzunterlage.

Am Festtag selber, am Samstag, dem 25.09.2010 kam dann morgens die Sonne zwischen den Wolken hervor, so dass wir das Schubkarrenrennen, das Kartoffellaufen und das Seifenblasenziehen im Garten durchführen konnten.
Im Cafe gab es viele leckere Kuchen und Salate und auch heiße Suppe zu essen und Kaffee, Tee, Wasser und Saft zu trinken, so dass alle sich in gemütlicher Atmosphäre stärken konnten, während die Kinder im Puppenhaus Brei kochten und mit der Murmelbahn spielten.

Das Herbstkränzebasteln in der Halle war stetiger zentraler Anlaufpunkt des Festes. Hier konnte jeder, der wollte einen geflochtenen Bastkranz nach eigenem Belieben mit den vorhandenen, vorher gesammelten und getrockneten Gräsern, Kräutern, Blumen und Früchten verzieren. Entweder war der Kranz für die Köpfe der Kinder gedacht oder schmückt nun Zuhause die Haustür einiger Eltern. Es war nicht so einfach, hat aber viel Spaß und Muße gebracht und zum Schluss konnte jeder stolz sein auf sein Werk.

Das Wetter hat sich an diesem Tag gut gehalten und zum Gelingen des Festes beigetragen, denn auch im Garten konnte man sich gut aufhalten und dem Treiben zuschauen, oder sich mit anderen Gästen unterhalten.
Vielen Dank an alle für dieses schöne Herbstfest!

Text: Uta Canzler-Kriebel

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JULI 2010 :: Johanni

Zwischen Anbau und Trockenlegung der feuchten Wände in der Regenbogengruppe feierten wir trotz allem unser diesjähriges Johannifest am 24.Juni. Die Kinder kamen morgens mit Blumenkränzen in den Kindergarten und einem Körbchen mit roten Beeren. Wir hatten einen stimmungsvollen Morgen mit einem feierlichen Abschlusskreis mit beiden Gruppen im Sandkasten, wo wir unsere Johannimitte aufgebaut hatten.
Abends dann trafen sich die Eltern zu einem gemütliche Beisammensein im Kindergarten mit Grillen, Kölsch und Johannifeuer, an dem geklönt, sinniert und gesungen wurde.


Tisch mit Kerze Erdbeeren Erdbeeren werden eingekocht

Erdbeeren werden eingekocht Tisch mit Kerzen und Blumen

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JULI 2010 :: Anbau

Zuerst kam ein kleiner Bagger, ein Graben für das Fundament wurde gegraben und es wurde gemessen, gesägt und verschalt. Die Kinder hatten einen guten Platz am Fenster gefunden und dort wurde gefachsimpelt, gestaunt und diskutiert. Dann kam der Beton für das Fundament und die Bodenplatte. Später wurde ein neuer Graben gegraben für die Abfluss und Kabelrohre und inzwischen ist die Bodenplatte mit Matten und Teer abgedichtet und wartet auf neue Ereignisse.
Das Fenster im Nebenraum der Sonnengruppe ist ein beliebter „Pilgerort“ geworden für Neuigkeiten und aufregende Beobachtungen.


Zwei Bagger Kinder beobchten die Baumaßnahmen Im Garten wird vermessen

Baumaßnahmen an der Treppe Ein Bagger in Aktion Kinder beobchten die Baumaßnahmen


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JULI 2010 :: Pfingsten

Am Freitag vor Pfingsten feierten wir das Pfingstfest mit den Kindern. Wir haben ein selbstgebackenes Pfingstrosenbrot zum Frühstück, spielen im Reigen das Taubenhausspiel und im Abschlusskreis hören wir eine besondere Geschichte, und dann zündet jeder seine Kerze an der großen Kerze an und vielleicht hat er einen Wunsch für jemanden anderen. Zum Abschied darf jeder ein selbstgebasteltes Wollvögelchen an einem grünen Zweig mit nach Hause nehmen.


Tisch mit KerzenTisch mit KerzenTisch mit KerzenTisch mit KerzenTisch mit Kerzen Kerzen Wollvögelchen


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JUNI 2010 :: Umbaumaßnahmen

Aus dem ehemaligen Bauwagenkreis wurde in 2009 erst der Blockhüttenkreis und dann der Anbaukreis.
Um die kleinen Kinder unter 3 Jahren und gleichzeitig auch die Größeren bis zur Schule gut betreuen zu können, haben wir uns letztes Jahr entschlossen, einen Anbau zu bauen, der uns mehr Raum gibt für die unterschiedlichen Bedürfnisse dieser verschiedenen Altersstufen.
Es wurde in vielen Treffen ein Raumkonzept erarbeitet, eine Planung erstellt und ein Antrag auf finanzielle Förderung des Anbaus aus den U3 Fördergeldern von Land und Bund gestellt, der dann positiv beschieden wurde. Auch der anschließend gestellte Bauantrag bei der Stadt wurde genehmigt und so wird es jetzt konkret!

Ich möchte mich hier bei allen Menschen bedanken, die im Zuge dieser Planung dem Kindergarten und seiner Zukunft Ihre Zeit und Energie geschenkt haben für die Umsetzung dieser Idee! Und auch bei denen, die auch jetzt noch weiter sich um alles kümmern, damit alles auch richtig wird!

Achtung Baubeginn 7.6. Während der Zeit des Baus wird der Zugang in den Kindergarten durch den Gartenbereich erfolgen, der direkt nach dem Haupttor durch das Gartentor rechts zu betreten ist.
Von hier aus werden auch die Kinder wieder abgeholt.

Es ist wichtig, dass während dieser Zeit jeder die Tore immer wieder direkt hinter sich schließt, damit kein Kind verloren gehen kann!
Es wird in dieser Zeit jeder um Nachsicht und Umsicht gebeten, so dass wir ohne Schaden unsere Idee verwirklichen können.

Leider musste für den Bau bei den Vorbereitungsarbeiten vor dem alten Eingang eine große Weide gefällt werden, die jetzt allerdings als neuer Kletterbaum im Garten eine neue Aufgabe bekommen hat und von den Kindern begeistert angenommen wurde.

Jetzt geht’s los! Der Anbau kann beginnen….

(Hier werde ich auch weiterhin berichten über die Fortschritte der Arbeiten.)

Uta Canzler-Kriebel


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JUNI 2010 :: Waldtag der Vorschulkinder

Als wir uns zu Beginn des Kindergartenjahres Gedanken zu der diesjährigen Vorschularbeit machten, entschieden wir uns im Team für einen zweiten wöchentlichen Waldtag für unsere Vorschulkinder.

Der Wald als Erlebnisraum bietet eine Vielfalt von positiven Aspekten. Frei von der üblichen Reizüberflutung können die Kinder hier noch einmal ganz in ihr phantasievolles Spiel eintauchen, ihre eigenen Kräfte und Fähigkeiten entdecken. Das Material stellt die Natur selbst zur Verfügung: Je nach Jahreszeit sind es Schnee, Eis, Wasser, Erde, Steine, Äste, Matsche, Eicheln, Kastanien, um nur einige zu nennen.
Die Kinder spielen und lernen vor allem mit den Sinnen: Wie fühlt sich Moos an oder Sand? Wie riecht Erde? Wie hört sich ein Specht an?
Aber auch: Wer hilft mir den Baumstamm zum Wasser zu tragen? Und wie passt er zwischen all den eng stehenden Bäumen hindurch? Ist dieses Stück Holz heute ein Rasenmäher oder ein Staubsauger?

Die Kinder sind mit Freude draußen. Sie lernen mit Leichtigkeit, mühelos, fast beiläufig, indem sie die Natur entdecken, erleben, verändern, verstehen.


Kinder im Wald (im Schnee) Kinder im Wald (im Schnee) Hüttenbau im Wald

„Stellen wir uns doch einmal vor, was Kinder aus einem echten Entwicklungstrieb heraus alles unternehmen: klopfen und schlagen, drücken, biegen und schneiden, stoßen und werfen, schütteln und mischen, zupfen und zerren, zielen und treffen, Sachen hin- und hertragen, hinein- und hinaus-, hinunter- und hinauftragen, wippen, stampfen und buddeln, vergleichen und sortieren, rennen, springen und fallen, klettern und schaukeln, sich selbst und Sachen auf den Kopf stellen, Dinge tauschen und sie wieder zurück haben wollen, reden, singen, schreien, weinen und ihrem Ärger Luft machen. Eine kleine Auswahl dieser Liste mag genügen,… .“

(aus Rebeca Wild: „Lebensqualität für Kinder und andere Menschen“, 2001)

Was geschieht also wenn das Kind scheinbar „nur“ spielt? Im Alltag wird das Tun des Kindes oft als belanglose „Spielerei“ missverstanden. Tatsächlich jedoch ermöglichen gerade die offenen und absichtslosen Zeiträume des Freispiels, in denen nichts erreicht werden muss dem Kind seinen eigenen Impulsen zu folgen und mit sich selbst in Beziehung zu treten.
Der Aufenthalt im Wald bietet in besonderer Art und Weise diesen Raum. Er schult unsere Kinder auf vielfältige Art und Weise und vermittelt ihnen Kompetenzen, die sie optimal auf die Schule vorbereiten.

Auf unserem Elternabend im Januar hat Peter Lang in seinem Vortrag zum Thema „Was Kinder brauchen“ von sieben Basiskompetenzen gesprochen, die im vorschulischen erworben, unsere Kinder im Jugendlichen- und Erwachsenenalter dazu befähigen die Leistungsanforderungen des Lebens zu meistern.


Kinder mit Fröschen auf den Händen Kleiner und großer Frosch Mädchen mit Frosch auf der Hand

Jeder kann im Faltblatt noch einmal nachlesen, wozu die Kompetenzen im Einzelnen wichtig sind. An dieser Stelle möchte ich lediglich den Zusammenhang zum Waldtag herstellen.

Körper- und Bewegungskompetenz:

Im Wald bewegen sich die Kinder fast ununterbrochen. Sie laufen und klettern, balancieren, graben, schnitzen, matschen, tragen. Die Körperwahrnehmung und das Körpergefühl, die Grob- und Feinmotorik werden entwickelt und trainiert.

Sinnes- und Wahrnehmungskompetenz:

Hören, riechen, tasten, fühlen. Im Wald werden die Sinne auf natürliche Weise geweckt und geschult. Das Vertrauen auf die eigene Wahrnehmungskraft gewinnt mit zunehmender Überflutung mit Reizen aus unserer Umwelt, sowie den virtuellen Medien an Bedeutung. Uns ist es wichtig, dass die Kinder zunächst diese unverfälschten Eindrücke erleben dürfen.

Phantasie- und Kreativitätskompetenz:

Im Wald befassen wir uns vorwiegend mit unstrukturiertem Material, Material, das einlädt ihm vielfältige Bedeutung zuzuschreiben. So kann ein heruntergefallenes Herbstblatt ein Suppengewürz, ein Geldschein oder ein Pflaster sein. Die Phantasie erfindet den Sinn immer wieder neu, verändert, verwandelt, erschafft.

Sprachkompetenz:

Die Verfeinerung der Sprachkompetenz ergibt sich aus dem vorher Gesagten.
Da das Spielmaterial auf keine konkrete Rolle festgelegt ist, muss dies durch die Kinder sprachlich „verhandelt“ werden. Ist der Baumstamm nun das Feuerwehrauto oder ein Flugzeug?
Die Kinder sind im permanenten Austausch über die Bedeutung der Gegenstände und ihr Tun.

Sozialkompetenz:

Im Wald gibt es viele Herausforderungen, die nur gemeinsam gemeistert werden können: Das Bauen eines Tippis, das Tragen von großen und schweren Holzteilen, das Bauen einer Brücke, etc. Die Kinder müssen sich immer wieder absprechen und sich verlässliche Partner sein, soll die geplante Aktion gelingen.
Motivations- und Konzentrationskompetenz:
Die Natur hat von sich aus einen sehr hohen Aufforderungscharakter. Bereits der Weg in den Wald wird zum Erlebnis mit vielen Zwischenstopps, denn überall gibt es etwas zu sehen: Sind es die gefällten Bäume, über die man balancieren kann oder das Springkraut, das zu Platzen lassen einlädt oder die Frösche, die beobachtet und untersucht werden wollen. Das Interesse der Kinder ist in jedem Falle ohne unser Zutun geweckt.

Ethisch-moralische Wertekompetenzen:

Im Erleben von Wachsen und Vergehen im Rhythmus des Jahreslaufes verbindet sich das Kind tief mit der Natur. Es erfährt „Ehrfurcht“ vor der Schöpfung und wird so zu einem liebevollen Umgang mit der Natur und seinen Mitmenschen befähigt. Wer eine solch intensive Verbindung zur Natur erleben darf, wird möglicherweise auch später den Wunsch verspüren seine Umwelt zu schützen.


Kinder schnitzen Stöcke Angespitzte Stöcke Kinder auf Baumstämmen


Text: Gabriele Pfitzner

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>>>ältere Bilder und Texte (2009)